Klangfrühling

Gemeinsam mit dem Künstler Erwin Stache bauten wir in den Postdamer Platz Arkaden eine klingende Frühlingsdekoration, die florale Gestaltung mit interaktiven Installationen verband. Es entstand eine ungewöhnliche Kombination aus frühlingshafter Grüngestaltung und abstrakten Klang-Kunstwerken.

KonTakt

Jede Berührung der Metallrohre
verändert Tonhöhe und Klangfarbe.
Man kann sich durch zahlreiche Klänge hindurch bewegen, so als hätte man ein Orchester, welches spontan auf jeden
Fingerzeig reagiert.
Auch gegenseitiges Berühren, wie das
Zwicken in die Nase oder das Ziehen am Ohr kann zum Gestalten von Tönen verwendet werden.

TonTöne

Tongefäße werden zu Klangobjekten, deren Spielverlauf man durch drei Taster beeinflussen kann. Am Ende einer
Sequenz hört man über Lautsprecher eine akustische Verfremdung der Tontöne, die den Klang vergrößert und transportiert, ihn sozusagen in den Raum sendet und damit den Hörraum größer macht.

FlüsterLaut

Der Lautsprecher wird zum Leisetöner. Der zu hörende Text vermittelt den Eindruck von Absprachen oder Verabredungen.†
Ab und zu verlässt die Sprache ihre Funktion als Informationsträger, um mit Lauten geräuschvoll und musikalisch zu variieren.
Der Klang der Sprache erinnert an Dadaismus und Lautpoesie.

Dialog

Die Telefonanlage vermittelt in beide Richtungen. Als die ersten Kabel durch den Ozean gelegt wurden, ahnte noch niemand etwas von Satellitenübertragung.

Die Stimme am anderen Ende der Verbindung gibt uns ein akustisches Bild der Person. Wir hören einen Menschen und stellen uns die Erscheinung vor, soweit die Person uns noch nicht persönlich begegnet ist. Was sagt uns der Klang der Stimme über das Äussere aus? Sie kann ein starker Indiz für Sympathie oder Abneigung sein. Anders als eine Textnachricht vermittelt uns der akustische Dialog eine wichtige Information über das Gegenüber.

Schwirr
Spannung – Entspannung. Schwingende Holzleisten†werden in ihre Wartepositionen gebracht, aufgezogen, bleiben dann einen Moment in der Verriegelung, um dann entspannt ausschwingen zu können. Verschiedene Ablaufmuster wechseln einander ab. Es entsteht so eine Choreografie für schwingende Stäbe, die mit rauschenden Tönen und Windgeräuschen einher geht.

HandFlächen

Berührt man die Handfelder, werden Töne und Geräusche hörbar. Diese erklingen teils rhythmisch, teils zufällig. Auf diese Weise wird mit der Wahrnehmung von Rhythmus gespielt. Sobald man glaubt, einen Takt erkennen zu können, wird dieser schon wieder verändert. Als Passant kann man die Handflächen so aktivieren, dass Töne und Geräusche vorerst klar und rhythmisch erscheinen, sich dann aber verändern,nicht mehr greifbar werden bis sie nach und nach verschwinden.